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Judô
Landes-Kata-Meisterschaft 2019

Tradition und Etikette
Potsdam (14. April 2019)

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Bereits 2015 und 2016 fand die Landes-Kata-Meisterschaft des Brandenburgischen Judôverbandes e.V. (BJV) in Potsdam statt. Damals kämpften die Judôka noch in der alten Sporthalle des Potsdamer Ortsvereins „Motor Babelsberg e.V.“. Mitte April 2019 kämpften sie in der erst vier Monate zuvor errichteten neuen Sporthalle.

Denn lange umfangreiche Sanierungen in Zusammenarbeit mit der Stadt Potsdam ermöglichen nun Training und Sportveranstaltungen in zwei modernen Hallen. Diese werden dem Breitensport gerecht und bieten somit die optimale Voraussetzungen für Organisatoren, Sportler und Zuschauer großer Sportveranstaltung.

So fanden sich am Vormittag des 14. April 2019 Wettkämpfer aus verschiedenen brandenburgischen Judôvereinen ein. Unter anderem reisten sie aus Bernau, Golzow, Senftenberg an. Das Wertungskomitee war mit erfahrenen Judôka besetzt. Dirk Krüger (5.Dan) Vize-Präsident BJV und Referent Breitensport; Matthias Störzner (5.Dan); Martin Reißmann (6.Dan) Referent Prüfungswesen und Hubert Sturm (9.Dan) Ehrenpräsident BJV. Das Quartett bewertete nicht nur die Leistung der TeilnehmerInnen sondern achtete ebenso auf den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Diese war kein allgemein hin bekanntes Judôwettkampfturnier, in welchem sich die Gegner zu Boden bringen und auf diese Weise versuchen Wertungen zu erzielen. Die Landes-Kata-Meisterschaft des BJV beinhaltete das Zeigen von Judô-Kata. Eine Kata ist ein zuvor festgelegter Ablauf von Angriff und Konterangriff. Genauigkeit in der Ausführung, Timing und Koordination in Abstand und Geschwindigkeit sind maßgeblich bei der Ausführung einer Kata.

Zu sehen waren an diesem Tag verschiedene Kata. Vom Gleichgewicht brechen, über Würfe bis hin zu Haltegriffen zeigten die Teilnehmer ihr Können und ihre langjährige Praxis. Für die Teilnehmerpaare war es Ziel in ihrer Kata-Kategorie möglichst fehlerfrei zu bleiben und so das Wertungskomitee zu überzeugen.

Den Zuschauern entging nicht die stetige Konzentration der Ausführenden. Paarweise ließen die Teilnehmerpaare eine Kata nach der anderen ablaufen und zeigten in Zusammenarbeit nicht nur ihre Erfahrung sondern auch die Bedeutsamkeit der Etikette im Judô.

Angewandte Etikette ist das Ergebnis von Respekt, welchen der Kampfkunst entgegengebracht sowie seinem Gegenüber als auch sich selbst. Diese Einstellung der Teilnehmer war deutlich zu spüren, schaffte eine würdige Atmosphäre und wurde der Veranstaltung gerecht.

Nachdem alle Teilnehmerpaare ihre Kata gezeigt hatten, kam das Wertungskomitee zu einem Ergebnis und kürte die Erfolgreichen in den unterschiedlichen Kata-Kategorien. Die Jüngsten freuten sich sehr über ihre Erfolge und die Zuschauer honorierten alle Leistungen mit viel Applaus.

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Zwei Turnierteilnehmer aus dem Bundeskader des Deutschen Judo-Bund e.V. nahmen sich Zeit und zeigten dem jungen Nachwuchs wichtige Details in der Ausführung einzelner Techniken. Mit Humor und Präzision bekamen die Jüngsten auf diese Weise wichtige Impulse für ihren weiteren Weg im Judô.

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Text: Stefan Pawlitke (15.04.2019)